Antonio Vivaldi komponierte mit den „Vier Jahreszeiten“ den erfolgreichsten Konzert -Zyklus seiner Zeit, der bis heute ein Hit ist. Den einzelnen Konzerten ist jeweils ein von Vivaldi selbst geschriebenes Sonett vorangestellt, in denen sich der Komponist Reime auf die typischen Naturerscheinungen in den vier Jahreszeiten macht. Eher selten werden alle vier Konzerte gespielt und noch  seltener wird zwischen den Konzerten das Sonett zu den Jahreszeiten rezitiert. In den vier Konzerten demonstriert Vivaldi das ganze Spektrum seiner Kunst: Von heiterer Gelassenheit bis hin zur unbändigen Wildheit. Die illustren und virtuosen Passagen jedes Satzes versetzen den Zuhörer in den von neuer Kraft strotzenden Frühling, den heissen und mit Gewittern durchzogenen Sommer, den stolzen und bunten Herbst und schliesslich in den von Kälte klirrenden Winter. Niemand hat die sengende Mittagshitze und das reinigende Sommergewitter plastischer und virtuoser in Töne gesetzt wie der Barockmeister. Das Streichorchester wird im Generalbass nicht von einem Cembalo, sondern von einer Theorbe begleitet. Die Theorbe ist ein Lauteninstrument, das im 16. Jahrhundert und heute noch bei Barockmusik eingesetzt wird. Ein eher seltenes und interessantes Instrument, das Sie zusammen mit dem Streichorchester hören werden. Das Sonett wird in der Originalsprache und in der Übersetzung von Rolf Bochsler gelesen.

Corinna Meienberg ist Solistin. Sie hat den Bachelor of Arts in Music und den Master of Arts in Pedagogy mit Auszeichnung abgeschlossen und unterrichtet an der Kantonsschule Limmattal und an der Musikschule Knonauer Amt. Herzliche Einladung zu diesem interessanten und vielversprechenden Konzert. Auch ist es ein Genuss, die Jahreszeiten von Antonio Vivaldi in seiner ganzen Länge zu hören. Das Streichorchester freut sich auf zahlreiche Zuhörer und Begegnungen. Dieses Konzert sollten Sie nicht verpassen.